Eine gezielte Förderung setzt eine Diagnose voraus. Das Instrumentarium dafür liefern wir mit einem Sprachstandserhebungsverfahren. Er basiert auf Untersuchungen zur Sprachentwicklung der Kinder, die wir seit 2004 durchgeführt haben.
Zielsetzungen:
Die Förderdiagnostik hat die Zielsetzungen:
- den Sprachstand jedes Kindes zu Beginn der Förderung zu erfassen und damit den richtigen Einstieg in die Förderung zu gewährleisten (dies betrifft insbesondere den Beginn mit Phase I oder II des Förderprogramms);
- den Lernfortschritt der Kinder am Ende der Förderung (oder auch zwischendurch) zu überprüfen.
Aufbau:
Das Verfahren ist ein Einzeltest, seine Durchführung dauert ca. 15 Minuten und erfordert ein Aufnahmegerät. Es umfasst mehrere Untertests, mit denen Fähigkeiten in den Bereichen Satzbau, Formenbildung und Erzählen erfasst werden.
Zu Satzbau und Formenbildung:
Anhand einer Reihe von Einzelbildern wird die Fähigkeit der Kinder überprüft,
- die Grundmuster des deutschen Satzes zu produzieren;
- Subjekt und Akkusativobjekt zu kennzeichnen und dabei das grammatische Geschlecht zu berücksichtigen.
Zur Erzählfähigkeit:
Auf der Grundlage einer Bildergeschichte wird erfasst, über welche Fähigkeiten das Kind beim dekontextualisierten Sprachgebrauch verfügt. Berücksichtigt wird insbesondere:
- die Vollständigkeit und Korrektheit der Wiedergabe;
- die Beachtung der zeitlichen und sachlogischen Abfolge;
- über welche Mittel zum Textaufbau das Kind verfügt (Pronomen, Konjunktionen, Wahl der Zeitform, etc.).
Zusätzliche Diagnostikverfahren:
Um die Förderung an die individuelle Entwicklung der Kinder anzupassen, kann darüber hinaus der Sprachstand der Kinder während der Förderung in weiteren sprachlichen Bereichen erfasst werden, u.a. Präpositionen, Dativ und Pluralbildung.