Wir erleichtern den Kindern den Spracherwerb, indem wir das Sprachangebot nach folgenden Prinzipien gestalten:
Wir berücksichtigen
den „natürlichen“ Entwicklungsverlauf:
Wir beachten in unserem Förderprogramm die „natürliche“ Erwerbsreihenfolge, wie wir sie in unseren Sprachstandserhebungen bei noch nicht geförderten Kindern festgestellt haben. Wir wählen also jeweils den Lernbereich aus, der von den Kindern im ungesteuerten Erwerb als Nächstes bewältigt wird.
Wir liefern
den Kindern Modelle:
Wir geben den Kindern Modelle vor, wie sie sprachliche „Aufgaben“ lösen können. Durch das Prinzip „Input vor Produktion“ erhalten sie Modelläußerungen, an denen sie sich beim Sprechen orientieren können. Das Aufgreifen der Kindäußerungen durch die Förderkraft (Modellierung) dient demselben Zweck.
Wir machen
das Sprachsystem transparenter:
Der Erwerb von Wörtern, grammatischen Strukturen und Texttypen wird erleichtert, wenn sie in gehäufter und prägnanter Form im Sprachangebot enthalten sind. Deswegen bieten wir sprachliche Erscheinungen in ihrer typischen Verwendung und wiederholt an. Durch einen so gestalteten sprachlichen Input werden sie in Bezug auf Form und Funktion leichter erkennbar.
Wir vertrauen
auf das intuitive Lernen:
Unsere Erfahrungen zeigen, dass die geförderten Kinder grammatische Strukturen auf intuitive, implizite Weise erwerben, wie das auch beim Erwerb der Erstsprache der Fall ist. Der Versuch, über einen expliziten Zugang (durch Symbolisierung oder Verbalisierung) sprachliches Wissen aufzubauen, ist im grammatischen Bereich wenig Erfolg versprechend. Die Bewusstmachung sprachlicher Erscheinungen ist jedoch im Bereich der Phonologischen Bewusstheit grundlegend. Hier geht es darum, vorhandenes Sprachwissen zu reflektieren.
Wir betten die Lerninhalte
in motivierende Kontexte ein:
Wir bemühen uns darum, in den Spielen Lernkontexte zu schaffen, die die Kinder zum aufmerksamen Zuhören und Mitmachen motivieren. Damit wird eine Grundvoraussetzung für die dauerhafte Aufnahme ins Gedächtnis geschaffen.